Träume von einem Zimmer in der Wohnung, das wir scheinbar vergessen und lange nicht betreten haben und doch liegen da frische grüne Trauben auf einer Anrichte. Außerdem beobachte ich, wie ein Typ sehr offensichtlich dem Mann nachglotzt. Ich nähere mich ihm von der Seite und raune mit großem Vergnügen an dieser gewissen Attitüde: "vergiss es, der gehört mir!" Offenbar häufe ich Besitz an. Außerdem erinnere ich mich an einen Traum, der vor einer ganzen Weile geschehen sein muss. Vielleicht ist er aber noch ganz nah und es schwemmte ihn unter falscher Flagge an die Oberfläche meines Bewusstseins. Mir sind keine Handlungen im Sinn, bloß die Kulisse, die mehr Bedeutung als Bild zu sein scheint: jenen Fluss, den ich in meiner Kindheit so oft entlanggelaufen bin, befahre ich auf einem großen Floß mit Mast und weißer Flagge.

Es ist ja sehr naheliegend und alles andere wäre beunruhigend, dennoch wohnt ihnen ein unglaubliches Wunder inne: ihre Funktionen, ihre Reflexe, ihre Entwicklung. Die einegrollten Zehchen, das Saugen und nun das Spielen. Es ist so erstaunlich, dass man die Banalität, die schon bloß durch die - möchte man großzügig untertreiben - Häufigkeit sich ergibt, kaum fassen kann. Es ist ja auch alles so unendlich niedlich. Ich bin ein Sklave.

 

7.7.17 10:06
 


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